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Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Obermühle Buchheim

Erstmals erwähnt ist die Obermühle 1806 im Kirchbuch der Stadt Eisenberg. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Müller, Christian Friedrich Gottlob Steinbrück, geb. 27.09.1781, bereits die Grundlagen für die Obermühle errichtet. 1843 wird die Ehefrau seines 1.geborenen Sohnes Carl Friedrich Wilhelm, Wilhelmine Geißler, verw. Zimmermann, Eigentümerin. Nach dem Tod der Beiden wird das 5.geborene und einzig noch lebende Kind des Erbauers, Ernst Friedrich Julius, 1878 Eigentümer der Mühle. 1895 übernahm Hermann Bruno Schirmer als Schwiegersohn die Obermühle und erschaffte den Zustand, wie er bis 1971 erhalten war.
1971 wurde die Mühle nebst einigen Nebengebäuden von den Besatzungskräften wegen Baufälligkeit abgerissen. Einzig das Vorratshaus blieb erhalten und wurde weiterhin bewohnt. Da sich keiner für die Mühle verantwortlich fühlte, verkam die gesamte Anlage. Auch die Wiedervereinigung brachte außer dem Verkauf der lukrativen Flächen keine Änderung.
Seit 2010 wird durch den heutigen Besitzer, Thomas Hinz, das Grundstück von Müll und Schutt befreit. Auf den alten Fundamenten sowie über den wieder freigelegten Gewölbekellern wurden ein Kuh- und Pferdestall errichtet. Die Grünlandflächen wurden aktiviert, Koppeln gebaut und die verwilderten Waldflächen durchforstet und aufgeräumt. Langsam kann sich das Anwesen wieder sehen lassen. Das Gebäude und der Hof werden in den nächsten Jahren eine Sanierung erfahren und in nicht zu langer Zeit wird es einen richtigen Hofverkauf geben. Wir sehen eine Zukunft für die Obermühle und das Rote Höhenvieh !

Blick von der Verbindungsstraße Buchheim / Trebnitz in die Einfahrt zur Obermühle Buchheim um die Jahrhundertwende.
Blick von der Verbindungsstraße Buchheim / Trebnitz in die Einfahrt zur Obermühle Buchheim um die Jahrhundertwende.
Zustand der Straßenscheune beim Kauf der Obermühle Buchheim in 2010. Anhand der dunklen Stellen auf der Außenseite der Lehmwände läßt sich auf den Inhalt der Scheune schließen – eine wahre Katastrophe.
Zustand der Straßenscheune beim Kauf der Obermühle Buchheim in 2010. Anhand der dunklen Stellen auf der Außenseite der Lehmwände läßt sich auf den Inhalt der Scheune schließen – eine wahre Katastrophe.
Südostansicht der Straßenscheune nach ersten Sanierungsmaßnahmen. Die Scheune gehört zur Obermühle Buchheim und in ihr  wurde die Technik der damaligen Zeit eingestellt (Leiterwagen, Bockholz für die damals typischen Heumanderl, etc ). Heute dient sie zur Lagerung von Heu und Stroh in jetzt typischen Rundballen.
Südostansicht der Straßenscheune nach ersten Sanierungsmaßnahmen. Die Scheune gehört zur Obermühle Buchheim und in ihr wurde die Technik der damaligen Zeit eingestellt (Leiterwagen, Bockholz für die damals typischen Heumanderl, etc ). Heute dient sie zur Lagerung von Heu und Stroh in jetzt typischen Rundballen.